Montag, 5. März 2018

TELL ME! BUCHVORSTELLUNG - eine Geschichte ...

TELL ME!
Es war einmal eine Grafikerin, die auf wundersame Weise zum Bloggen kam. Manchmal passiert so etwas einfach. Durch Freunde von Freunden, durch Surfen im Internet oder einen Artikel in einem Magazin. So what?
Jeden Tag verbrachte sie nun für einige Stunden mit werkeln und schrieb einen Blog. Ja wirklich, am Anfang war es fast jeden Tag ein Post. Da muss einem schon ganz schön viel einfallen. Mittlerweile hatte sie auch ihre Freundin zum bloggen gebracht, wenngleich diese keinen DIY-, sondern einen Foodblog schrieb.
Eines Tages eröffnete ihr die Freundin, sie bringe ein Buch heraus. Ein Kochbuch - logo! Oh, das wäre was, ein eigenes Buch, dachte sich die Grafikerin, die ja schon als Kind später mal Bücher schreiben wollte.
Und so taten sich die beiden zusammen und brachten ein gemeinsames Buch heraus. Ein DIY Buch.
Und dann, gab es Besuche auf Buchmessen, entstanden Kontakte zu Verlagen, entwickelten sich neue Ideen.
Bis schließlich die Grafikerin das Gefühl hatte, etwas gefunden zu haben, wovon sie immer geträumt hatte. Na gut, es waren keine Romane, aber doch immerhin Bücher.
Und seit diesem Tag macht sie genau das. 3 Bücher sind bereits erschienen und 2 neue Bücher in Arbeit. Und wenn sie nicht.... Na, ihr wisst schon....

Es war einmal... Jeden Tag... Eines Tages... Und so.... Und dann... Bis schließlich... 
Und seit diesem Tag...  O.k. –  dies ist nur ein Schema, ein Lückentext, der aber prima zum Aufbau von Geschichten geeignet ist. Probiert es mal. Funktioniert super :)



8 Sekunden - (Vorteil Goldfisch)!

Tell me! Ist ein Buch, wie man Geschichten erzählt. Dass sich das Gehirn bei Geschichten an Mustervorlagen orientiert, ist bei einem Blogpost vielleicht nicht so wichtig, viel wichtiger ist, dass man in der Sprache der Zuhörer erzählt, die man erreichen möchte. Man sollte die Leser fesseln. Nicht zu viel labern, lieber mal was weglassen. Vor allem wenn man bedenkt, dass das Aufmersamkeitsfenster beim Publikum 8 Sekunden beträgt. Nach einer Microsoftstudie haben Goldfische mittlerweile eine längere Aufmersamkeitsspanne als der Mensch. Upps!

Auf einer Website gehen 3 Sekunden für den Überblick verloren. Bleiben noch 5 Sekunden. Wieviele Worte kann man in dieser Zeit lesen? Nicht mehr als 20... das sollte dann bitte aber auch spannend sein, oder? (Ich arbeite daran!)

60.000 mal schneller!

Ich war schon immer der Meinung, man sollte bei einem Blog nicht zu viel schreiben. Eine gute Überschrift und gute Fotos entscheiden, ob die Geschichte, oder in unserem Fall der Blog, gelesen wird. Wissenschaftler sagen, dass man visuelle Botschaften 60.000 mal schneller aufnehmen kann, als Texte. (Videos werden im Internet meist schon nach 3 Sekunden weggeklickt, wenn sie nicht interessant sind)

Daher höre ich jetzt auch gleich auf. Faktenbasierte Storys bleiben in der Regel nicht so gut in Erinnerung, wie geschichtenbasierte Storys.

TELL ME! Von Thomas Pyczak ist im Rheinwerk Verlag erschienen und wurde mir für diese Rezension zur Verfügung gestellt. Der Inhalt des Buches ist eigentlich nicht das, was ich mir vorgestellt hatte. Aber trotzdem super spannend. Und ein paar Tools und Techniken übers Schreiben von guten Storys lassen sich auch auf einen Blog projizieren.

Take away!
Die Überschriften, die ersten Worte und gute Fotos entscheiden, ob der Blog überhaupt gelesen wird. Achtet mal drauf, wenn ihr auf andere Blogs geht... Wie schnell seid ihr wieder weg und warum?! Und was könnt ihr tun, damit das auf eurem eigenen Blog nicht passiert?




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