Dienstag, 19. September 2017

DIY MULTIFUNKTIONSBOARD | Brillenhalter, Handyladestation und Schlüsselboard in einem...

Das isses wieder. Mein Stäbchenparkett. In meinem Arbeitszimmer muss mal ein bisschen Ordnung geschaffen werden. Die Brillen liegen in einer Betonschale, für die eigentlich kein Platz ist. Die Schlüssel fliegen irgendwo rum, wo man sie immer sucht und das Handy liegt zum Laden einfach im Bücherregal. Schluss damit!



Und wie immer ist es ein ganz einfaches DIY, für das man nicht viel Werkzeug benötigt. Die Sperrholz-Platte habe ich mit dem Cutter auf die Breite der Hölzchen geschnitten. Die sind 16 cm.
Dann einfach drei Hölzchen mit Holzleim zu einem "U" zusammen kleben. Und anschließend im gewünschten Abstand auf die Platte.



Und wenn ihr clever seid, dann streicht ihr die Hölzchen vorher. Ich hab's nämlich vergessen. Dann ist es hinterher etwas fummelig die Leisten von innen zu streichen. Die Kreidefarbe ist perfekt. Damit habe ich auch schon mein Tisch Set (hier und hier) gestrichen. Wenn man es dann später ein wenig anschmirgelt, gibt es einen coolen Vintage-Effekt.

Mit der Aufhängung hat das nicht so funktioniert, wie ich mir das vorgestellt hatte, also musste ich improvisieren. Oben und unten auf der Rückseite einfach noch mal eine Leiste kleben (vorher streichen!) und von oben kleine Schrauben reindrehen. Wenn die Rückplatte dick genug ist, kann man die Schrauben natürlich auch direkt in die Platte drehen.  Da ich aber immer Reste verarbeite, war meine Platte dafür zu dünn. (Natürlich kann man auch oben ein oder zwei Löcher bohren und die Platte dann dort aufhängen).




Wegen der dünnen Platte konnte ich unten auch keine normalen Haken für die Schlüssel anbringen. In meiner Schatzkiste habe ich Buchschrauben gefunden, die ich einfach von der Rückseite festgeschraubt habe, so dass der Steg vorne überseht. Perfekt, um die Schlüssel daran zu hängen. Und runterrutschen können sie auch nicht). Die Schlüsselanhänger sind natürlich auch selbst gebosselt.  Die Anleitung für die Stoffanhänger gibt es hier.



Wenn das Handy nicht zum Laden drin liegt, kann man natürlich auch einfach Karten hineinstellen. Ich bin sehr happy mit meiner Lösung, da ich nun an anderen Stellen wieder ein bisschen mehr Platz habe und hier an der Wand einfach nur ein Bild durch das kleine Board ausgetauscht werden musste.

Mehr zum Thema Stäbchenparkett-Projekte findet ihr übrigens links in der Cloud. Und da geht noch so einiges mehr :)

Ist heute nicht Dienstag? Creadienstag? Dann auf zu Anke.

Samstag, 16. September 2017

CAMPERKISSEN | schwarze Shiborikissen für den Camper...

Glamping nennt man das wohl, wenn man sich extra Stoffe färbt, passend zur Ausstattung des Campers, um die dann auch noch selbst zu nähen, oder?
Nun, ich habe natürlich nicht extra nur diese 2 Stoffe gefärbt. Die waren Teil meiner letzten Shibori-Färbeaktion in schwarz von hier.  




Die Kissen sind ja Ratzfatz genäht. Mit Reißverschlüssen mühe ich mich erst gar nicht ab. Einen "Hotelverschluss" finde ich praktisch, einfach und für meine Zwecke völlig ausreichend.



Beim Färben hatte ich eigentlich gar nicht damit gerechnet, dass die Farbe so schön Schwarz wird.



Eigentlich müsste ich euch die Kissen ja im Camper zeigen. Aber ehrlich gesagt, finde ich das Camperinterieur nicht wirklich spannend für ein Shooting. Auch wenn es nun durch die Kissen etwas aufgewertet wird :) Im Schlafzimmer machen sie sich aber auch ganz gut. Probeweise...




Die Zeit zum Färben geht gerade dem Ende zu. Denn so langsam wird es zu kalt da draußen. Und im Garten geht das Färben nun mal am besten. Aber vielleicht haben wir ja noch einen goldenen Oktober, da könnte ich noch mal eine kleine Färbesession einlegen :)






Mittwoch, 13. September 2017

OH, BETON! | Wie alles anfing und wie die Geschichte endet...

Alles fing an mit einem Buch. Nein nicht mit unserem, das kam erst später. Nein, mit einem Buch zweier Schwedinnen über Gartendeko aus Beton. Und ich so, ach! Das würde ich ja auch gerne mal machen! Und meine Freundin Billa war gleich mit dabei. Juchuu!

Ynas Design Blog und Oh, Beton! | Eine kleine Geschichte


Das war im August 2012. Einkaufsliste für den Baumarkt geschrieben, diverses Becherzeugs gesammelt und schon konnte es losgehen. Erste Versuche bei uns im Garten, bei herrlichem Wetter. Billa rührt mal nicht im Kochtopf, sondern in einem Eimer. Und ich stelle mich als eine perfekte menschliche Rüttelmaschine heraus :) Passt super!


Oh, Beton! | erste Versuche im Garten

Die ersten Versuche mit handgesiebtem Estrich waren noch etwas grob, aber wir waren stolz, wie Oskar. Und so schlecht waren die Ergebnisse auch gar nicht.


Oh, Beton! | erste Versuche | eine Betonschale in schwarz


Mit jedem Mal wurden die Schalen und Vasen besser. Und im Oktober 2012 haben wir dann ein Gewerbe angemeldet und unsere kleine Firma Oh, Beton! gegründet. Und schon konnten wir loslegen mit unserem Oh, Beton!-DaWanda-Shop! Mit unserem Logo gab es nun Postkarten, die wir auf diversen Kreativmärkten immer fleißig verteilt haben. (Wir waren immer die, die mit der Sackkarre anreisen mussten.)

Oh Beton | Standaufbau Skizze


Oh, Beton! | erste Versuche | eine Betonschale

Im November 2013 kam dann unser erster großer Auftrag. Heidelberg Zement. Au weia! Draußen im Garten bei Minustemperaturen ging das ja nun nicht mehr. Also ab in den Keller. Auch nicht gerade kuschelig. Aber wat mut dat mut. Ging alles gut und wir haben noch oft für die Werbemittelfirma von HC größere Aufträge übernommen.



Oh, Beton! | erster großer Auftrag | Betonmagnete
2014 kam uns dann die Idee mit dem Beton Buch. Billa hatte ja schon Erfahrung im Büchermachen. Ihr Powerfood Buch war schon erschienen. (Das machte mir Mut.) Und wir fanden sogar relativ schnell einen Verlag, der das Projekt mit uns umsetzen wollte.
In der Zwischenzeit hatten wir dann auch eine eigene kleine Werkstatt. Unsere K93 :) Zwar wieder ohne Heizung, aber ganz unser Reich, wo wir nach Herzenslust im Zement rühren konnten.

Oh, Beton! | unsere Werkstatt, die K93


Hier haben wir Nachschub für den DaWanda Shop produziert, Türstopper für ein Hotel in Hamburg gefertigt oder einen kleinen Auftrag für die Maison & Objet in Paris übernommen. Und natürlich haben wir hier auch einen Großteil der Fotos für unser Buch geschossen. Vor allem natürlich all die Making of Bilder.

Oh, Beton! | Betondiamanten und Betonhäuser


Im April 2015 war es dann soweit. Unser Buch erschien beim Christian Verlag "Oh, Beton! - Dekoratives und Praktisches zum Selbermachen" Yeah!


Oh, Beton! | Unser Buch | Erschienen beim Christian Verlag


Leider hat Billa sich dann doch wieder verstärkt ihren Töpfen gewidmet (da ist das Umrühren nicht ganz so anstrengend) also habe ich die kleine Firma ab November 2015 dann alleine weitergeführt. 2016 kam dann auch noch eine Website hinzu. Braucht man ja als Firma, oder? Um ehrlich zu sein, wenn man mal auf DaWanda bekannt ist, braucht man die eigentlich nicht :) Egal. Ich hatte ein neues Logo gestaltet und meine Seite Oh Beton hochgeladen.

Oh, Beton | die Website

Mit der Zeit habe ich aber gemerkt, dass es eigentlich keinen Spaß macht, so alleine zu rütteln und schütteln. Die Werkstatt war mir zu kalt. Daheim im Büro kann man so eine Art Arbeit ja nun mal nicht erledigen. Also habe ich schweren Herzens Ende 2016 meine kleine Firma aufgegeben. Anfang 2017 gab es noch mal eine kleine Überraschung, als das Oh, Beton! Buch in Finnland erschienen ist. Oi, Betonia! :))

Oh, Beton! | kleine Betontöpfchen für Salz
Oh, Beton! | das RingDing aus Beton
Und nun? Nun ist der DaWanda Shop noch bis Ende des Monat geöffnet und die letzten Reste Beton warten auf einen Abnehmer. (Es gibt übrigens Prozente :)) Dann wird der Shop in dieser Form erst mal geschlossen. Schluchz! Ich kann es ja noch gar nicht glauben, und ich denke auch Billa ist ein klein wenig traurig, wie das alles so gekommen ist, oder?
Aber wer weiß. Es kommt ja immer wieder was Neues. Und wie zitiert meine Freundin immer so gerne: "Dem Gehenden schiebt sich der Weg unter die Füße!"

Abschließen möchte ich mit einem meiner absoluten Lieblingsbilder aus der ganzen Betonzeit. Die ersten dunklen Schalen, die aussahen wie Lavagestein, waren mir am liebsten und darin das rosaorangene Pfaffenhütchen. Hach! Ich werd's vermissen...

Oh, Beton! | Lieblingsschale aus schwarzem Beton